Mädchen* nach Flucht

Heterogene Lebenswirklichkeiten und deren pädagogische Begleitung im stetigen Prozess

Mädchen* nach Flucht

Ein Projekt der LAGM*A NRW

  • Wie gestaltet sich Mädchenarbeit im Kontext Flucht und Migration? Welche Bedeutungen haben die Begriffe Flucht und Mädchen? Wie werden diese Wörter gefüllt und welche Konsequenzen hat das für die pädagogische Praxis?
  • Wie werden Mädchen* und als weiblich gelesene Jugendliche erreicht, die mit oder ohne Familie nach Deutschland flüchteten und die noch oder nicht mehr in Unterkünften leben müssen? Wie sehen ihre Lebensrealitäten aus?
  • Welche Angebote passen zu ihren Bedarfen und Wünschen?
  • Welche Rechte haben sie (nicht)?
  • Wie können Konzepte und Angebote rassismuskritisch und geschlechterdifferenziert und dabei heteronormativitätskritisch und machtkritisch gestaltet werden?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzt sich das Projekt Mädchen* nach Flucht auseinander. In Kooperation mit der LAG autonome Mädchenhäuser/ Fachstelle interkulturelle Mädchenarbeit NRW wurde es Ende 2017 von der LAG Mädchenarbeit in NRW ins Leben gerufen, als sich mehr denn je zeigte, dass es kaum öffentlich zugängliche Daten und Infos zum Alltag und zu den Bedarfen von Mädchen* mit Fluchtgeschichte gibt.

2018 wurde eine qualitative Bedarfserhebung durchgeführt: Mädchen* mit Fluchterfahrung befragten wir zu ihren Lebenssituationen und Bedürfnissen und Fachkräfte zu Rassismus und rassismuskritischen Konzepten.

Im zweiten Projektjahr 2019 wurden dann die Dokumentation und die Auswertung der Interviews auf einer Fachtagung veröffentlicht, die von Vorträgen von Avin Mahmoud und María do Mar Castro Varela eingeleitet wurde. Mehr Infos zu der Fachtagung findet ihr hier.

Im stetigen Austausch mit Fachkräften in Vernetzungsformaten werden Informationen zu Lebenswirklichkeiten von Mädchen* nach Flucht erweitert sowie Konzepte, Angebote und Bedarfe einer rassismuskritischen Mädchenarbeit besprechbar gemacht (Termine und Infos zu den Vernetzungsveranstaltungen unter NEWS).

Der Arbeitskreis Mädchen nach Flucht findet zweimal im Jahr in Kooperation mit der LAG autonome Mädchenhäuser/ Fachstelle interkulturelle Mädchenarbeit NRW statt.

Das Werkstatttreffen Queere Mädchen* nach Flucht wird veranstaltet in Kooperation mit dem Projekt Queere Geflüchtete Jugendliche (Queere Jugend NRW).

Workshops zu Themen wie Asylrecht, Trauma und rassismuskritische Mädchen*arbeit werden immer wieder angeboten (Termine und Infos zu den Veranstaltungen unter NEWS).

Unsere aktuelle Stellungnahme zu Sammelunterkünften findet ihr hier.

Weitere Angebote sind:

  • Inhouse-Schulungen
  • Fachberatungen
  • Informationsveranstaltungen
  • Politische Stellungnahmen
  • Herausgabe von Artikeln

Im Rahmen des Projekts wurde 2019 eine Ausgabe der bundesweiten Fachzeitschrift Betrifft Mädchen gestaltet. Hier finden sich Artikel und Praxisberichte von Fachkräften aus NRW, Hannover und Berlin rund um die Themen Flucht, Trauma und rassismuskritische Mädchen*arbeit.

Weitere Infos zum Projekt auf Arabisch | Englisch | Farsi | Französisch | Kurdisch | Rumänisch | Russisch | Sorani | Tigrinya | Türkisch als PDF.

Unsere Koopertionspartner*innen finden sich unter Vernetzung.

Veröffentlichungen:

SAMMELUNTERKÜNFTE – (K)EIN SCHUTZORT? Stellungnahme des Projekts Mädchen* nach Flucht (LAGM*A NRW)“. Wuppertal: Mai 2021.

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REFLEXION: MÄDCHEN*_ORTEN IM KONTEXT FLUCHT. In: Vielfalt – wir lieben sie! Ein Handbuch zur Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (2019)

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MÄDCHEN* UND JUNGE FRAUEN* NACH FLUCHT IN DER MIGRATIONSPÄDAGOGIK. In: kontext.flucht. Perspektiven für eine rassismuskritische Jugendarbeit mit jungen geflüchteten Menschen (2018)

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Weitere Veröffentlichungen finden sich unter Publikationen.

Ansprechpersonen

Jasaman Behrouz, Projektkoordinierende Fachreferentin
Linda Wünsch, Fachreferentin
Gülay Türk, Fachreferentin

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration Projekt Mädchen* und junge Frauen* nach Flucht